NKWD

Abkürzung des russischen Namens (Narodny komitet wnutrennych del) des sowjetischen Innenministeriums, das die Bezeichnung von 1934 bis 1946 trug. Auf Deutsch lautet die Bezeichnung „Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten“. Neben der Funktion als Innenministerium war der NKWD auch als Geheimdienst tätig und für politische Säuberungen zuständig. Vermeintliche politische Gegner*innen wurden systematisch verfolgt. Ohne rechtsstaatliche Grundlage wurden massenhaft Menschen zwangsumgesiedelt, zu mehrjähriger Haft in Arbeitslagern oder zum Tode verurteilt. Das Ministerium koordinierte außerdem die Filtrationslager und das Straflagersystem GULag. Der NKWD war ein Organ des sowjetischen Staatsterrors. Nach 1946 wurde das Ministerium wieder umbenannt in die ursprüngliche Bezeichnung MWD (Ministerium für Innere Angelegenheiten).