Hohenbrunn
Die Heeres-Munitionsanstalt (MUNA) Hohenbrunn war eine von der deutschen Wehrmacht betriebene Anlage zur Montage und Lagerung sowie zum Versand von Artillerie- und Infanterie-Munition. Sie befand sich südöstlich von München in einem großen Waldgelände zwischen Hohenbrunn und Siegertsbrunn, umfasste eine Fläche von rund 200 Hektar und wurde in den Jahren 1938 bis 1940 errichtet. Neben konventioneller wurde dort auch Giftgas-Munition hergestellt. Im Zweiten Weltkrieg waren dort zeitweise bis zu 4.000 Personen beschäftigt, darunter nachweislich 700-800 Zwangsarbeiter*innen vor allem aus Russland und der Ukraine. Nach 1945 wurde das Gelände zunächst von der US-Armee und dann bis Anfang der 2000er-Jahre von der Bundeswehr als Munitionsdepot genutzt.