Wehrmacht

Die Wehrmacht war die Armee des NS-Regimes. 1935 wurde die frühere Reichswehr in Wehrmacht umbenannt. Mit der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht im selben Jahr erfolgte der rasche Ausbau der Armee, in die neben dem Heer auch die Marine und die Luftwaffe eingegliedert waren. Oberster Befehlshaber der Wehrmacht war zunächst der Reichskriegsminister, Werner von Blomberg, ab 1938 Adolf Hitler persönlich. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 beteiligte sich die Wehrmacht am Terror gegen die Zivilbevölkerung, ab 1941 auch an Massenerschießungen von Jüdinnen und Juden. Am 8. Mai 1945 unterzeichnete die Wehrmacht in Berlin die bedingungslose Kapitulation gegenüber den Alliierten. 1946 wurde sie offiziell aufgelöst. Erst 10 Jahre später, während des Kalten Krieges und als Folge des Korea-Krieges, wurde die Bundeswehr als neue Armee Westdeutschlands gegründet. Wenige Monate später schuf die DDR die Nationale Volksarmee (NVA).