Rotterdam
Hafenstadt und europäischer Verkehrsknotenpunkt an der Nieuwe Maas, einem Hauptarm des Rheindeltas, im Südwesten der Niederlande. Während des Angriffs auf die Niederlande im Zweiten Weltkrieg bombardierte die Wehrmacht Rotterdam am 14. Mai 1940. Die Altstadt wurde fast vollständig zerstört, über 800 Menschen kamen ums Leben, 25.000 Wohnungen wurden vernichtet. Das Ausmaß der Zerstörungen war ein Schock für die Bevölkerung und ein wesentlicher Grund dafür, dass die Niederlande am 15. Mai kapitulierte. Ab Sommer 1944 wurde die von den Deutschen besetzte Stadt, deren Hafen eine große strategische Bedeutung hatte, zum Ziel alliierter Bombardements. Bis Herbst 1944 kamen dabei 750 Menschen ums Leben, ein Sechstel der Bevölkerung wurde obdachlos. Die deutsche Wehrmacht zerstörte ihrerseits die Hafenanlagen, um eine mögliche Nutzung durch die Alliierten zu verhindern. Nachdem kurze Zeit Hoffnung auf eine baldige Befreiung durch die Alliierten bestand, endete der Krieg für die Stadt erst im Mai 1945. In den letzten Kriegsmonaten wurden noch zehntausende von Menschen als Zwangsarbeiter*innen nach Deutschland verschleppt, insbesondere bei der großen Razzia von Rotterdam im November 1944.